Welcher Club für welchen Gentleman? Decisions, decisions … Ein Artikel von unserer Autorin Sophie Oliver

Wenn ich ein Gentleman wäre, noch dazu einer im viktorianischen London, dann wäre ich zu gerne Mitglied in einem der gediegenen Clubs. Daher teile ich die Begeisterung meiner Protagonistin Freddie aus »Die Gentlemen vom Sebastian Club« voll und ganz, die sich verkleidet Zutritt zu einem dieser Männerrefugien verschafft.

Viele Arten von Clubs

Welchen Club würde ich mir aussuchen? Vielleicht einen in St. James, der Hochburg der Gentlemen’s Clubs, zum Beispiel White’s oder Boodles. Wenn White’s gut genug für den Prince of Wales ist, dann würde ich mich dort sicher auch wohl fühlen. In diesen traditionellen Enklaven der Ruhe und Exklusivität mitten im Gewühl Londons findet man nur Gentlemen der obersten Gesellschaftsschicht, des Adels und natürlich strictly old money.
Interessant fände ich auch den Travellers Club, in einem wunderschönen Gebäude an der Pall Mall gelegen. Hier geben sich neben weit gereisten Gentlemen auch Diplomaten die Klinke in die Hand.

Das Ambiente im Club für Männer am Beispiel des Garrick Club

Wahrscheinlich würde ich mich aber für den Garrick Club entscheiden – Wände in gedecktem Grün, sattrote Teppiche, meterhohe Bücherregale, poliertes Holz, Gemälde und Skulpturen, hach … Der Club für Männer der Musen. Seit den achtzehnhundertdreißiger Jahren ist der Garrick Club Heimat von Schriftstellern, Schauspielern und Künstlern. Beispielsweise Dickens und Yates waren Mitglieder. Was hätte ich gerne Mäuschen gespielt!

Aufnahmeriten

Das heißt, wenn ich überhaupt die Aufnahmeprozedur geschafft hätte. Die ist bei den meisten Gentlemen’s Clubs damals wie heute nämlich überaus streng. Um dazuzugehören, muss man wirklich dazugehören, wenn Sie verstehen, was ich meine – den richtigen Background haben, die richtigen Leute kennen, von mindestens einem, manchmal zwei Mitgliedern vorgeschlagen und von einem Gremium akzeptiert werden. Piece of cake, isn’t it?

Sophie Oliver veröffentlicht ihr erstes Buch im Dryas Verlag. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, Euch kurz zu präsentieren, worum es geht.

London, 1895: Eine Mordserie erschüttert die Stadt. Die Opfer gehören verschiedenen Gesellschaftsschichten an und werden scheinbar zufällig ausgewählt. So zufällig, dass die Metropolitan Police nicht an einen Einzeltäter glaubt.

Ein Fall für die Ermittler des Sebastian Club, eines vornehmen Londoner Herrenclubs, der sich zum Ziel gesetzt hat, Verbrechen aufzuklären, an denen Scotland Yard scheitert. Die Gentlemen entdecken ein Muster hinter den Gräueltaten: Um an ein wertvolles Juwel zu gelangen, setzt der Täter mittelalterliche Foltermethoden ein.

Für die Detektive ist die Sache klar: Der Mörder muss schnellstens zur Strecke gebracht werden. Um jeden Preis. Auch mit Hilfe einer schlauen jungen Frau, die sich als Mann verkleidet, um ermitteln zu dürfen.

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