In Cornwall mit Rebecca Michéle

St. Michael’s Mout

Der Zauber Cornwalls lässt sich am besten zu Fuß entdecken. Das South West Coast Path zieht sich allein in Cornwall über 600 Kilometer an der Küste entlang und führt zu versteckten, romantischen und auch dramatischen Buchten, die mit dem Auto gar nicht erreichbar sind. Selbst in der Hochsaison im Juli und August, wenn es in Cornwall von Touristen wimmelt, ist man auf dem Klippenpfad oft stundenlang allein und kann der Brandung, den heiseren Schreien der Möwen und dem lustigen Zwitschern der Vögel in den Hecken lauschen. Die Landschaft hat sich hier in den letzten Jahrhunderten nicht verändert.


Ans Herz legen kann ich Ihnen dabei eine knapp zweistündige, recht einfache Wanderung zum südlichsten Punkt der britischen Insel: Vom Parkplatz in Lizard (kostenfrei) nach links zur Church Cove (ist ausgeschildert), kann man am Wegrand die kleine, versteckte Kirche bestaunen und an der Church Cove nach rechts auf den Coast Path hinauf bis zum Lizard Point gehen. Auf diesem Weg gibt es eine Life Boat Station und am Ende den Leuchtturm zu besichtigen. Das Dorf Lizard und der Lizard Point gehören zu meinen Lieblingsplätzen und sind ein echter Geheimtipp. Da es viele Reisende eher nach Land’s End – zum westlichsten Punkt der Insel – zieht, geht es hier am Lizard Point wirklich beschaulich zu.

Tintangel

Auch Tintagel Castle an der rauen Nordküste mit seinen hohen, schroffen und kahlen Klippen ist ein MUSS – vor allem für diejenigen, die sich mit der Artus-Sage beschäftigen. Steht man in den Ruinen und blickt auf das wilde Meer, dann fühlt man sich schnell wie Igraine, Artus’ Mutter, und spürt deren Einsamkeit, als sie hier gelebt haben soll.

Kulinarisch bietet Cornwall vor allem frischen Fisch und Meeresfrüchte. Zwei Dinge sollte man aber auch probieren: erstens die Cornish Pasty, die cornische Nationalspeise. Das einstige Essen der Bergleute, traditionell gefüllt mit Rindfleisch (oder Fisch), Kartoffeln, Steckrüben und Zwiebeln, wird heute mit vielen verschiedenen, auch vegetarischen Füllungen angeboten. Ein echter Genuss ist aber auch ein cornischer Cream: zwei süße, am besten noch ofenwarme Scones, Erdbeermarmelade, Clotted Cream (eine Art buttrige Sahne) und dazu eine Kanne Tee.

Möwen in Penzance

In meiner Lieblingsstadt Penzance befindet sich auch mein Lieblingscafé: das Café im Jubilee Bathing Pool. Es ist zwar nicht sehr spektakulär, aber die Aussicht auf den St. Michael’s Mount und der Blick nach Newlyn und Mousehole sind wirklich beeindruckend. Und nebenbei kann man noch die Badelustigen beobachten, die sich auch an kühlen Tagen im Pool vergnügen.

 

Highlights von Rebecca Michéle auf einen Blick

  • Lieblingsbucht: Porthcurno im Südwesten
  • Lieblingsdorf: Polperro
  • Schönster Aussichtsplatz: Tintagel Castle an der Nordküste
  • Lieblingsrestaurant: Das Seafood Restaurant von Rick Stein in Padstow ist ein MUSS für Fisch- und Meeresfrüchtefans. Unbedingt vorher reservieren!
  • Lieblingspub: Roseland Inn in Philleigh, im Norden von St Just in Roseland. Klein, eng, urig, mit sehr gutem Essen und nur wenigen Touristen.
  • Sightseeing-Highlight: Der St. Michael’s Mount bei Penzance – völlig zu Recht das „Wahrzeichen“ Cornwalls.

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