Ella reist nach Schottland

Für »Canterbury Symphony«, Band V und Abschluss der Reihe um die Liebesromanautorin und Hobbydetektivin Ella Martin, erfülle ich mir einen Wunsch. Er heißt Schottland!

Ich liebe dieses Land, in dem ich früher einige Jahre gelebt habe und wo ich mich bis heute zuhause fühle. Meine vierwöchige Rechercherundreise mit Rucksack und öffentlichen Verkehrsmitteln soll mir aber nicht nur Vergnügen bereiten, sondern auch den neuen Schauplatz von Ellas Ermittlungen klären, der einmal etwas weiter von Canterbury entfernt liegen soll.

Ediburgh
»Canny Man’s« Pub

Natürlich beginne ich in meiner »Heimatstadt« Edinburgh, streife durch altbekannte Straßen und Gassen, bemühe mich, den Touristen auszuweichen. Gegen acht Uhr morgens, so stelle ich begeistert fest, sind nur wenige Menschen oben auf Arthur’s Seat, und im Stadtteil Morningside, in dem ich gelebt habe, halten zum Glück keine Reisebusse. Einiges hat sich verändert, ich war gut zehn Jahre nicht hier, aber den sehr speziellen »Canny Man’s« Pub gibt es noch. Sehr gut. Den wird Ella also kennenlernen.

Doch vor allem brauche ich einen Ort, an dem ein nettes privates Altenheim stehen soll. Diesen Ort suche ich in den Highlands und auf der Isle of Skye. In Portree werde ich fündig, das Städtchen ist malerisch, nicht zu groß, aber auch nicht zu klein. Ich bleibe eine knappe Woche, schließe mich einer Bustour über die Insel an, wandere, mache eine Bootsfahrt, schlendere durch den Ort und seine Geschäfte, unterhalte mich mit den Menschen, die hier leben, esse Fish’n‘Chips und natürlich Haggis, sitze irgendwo in der Einsamkeit mit Blick auf Meer und Inseln, beobachte Seeadler …

Und als ich schließlich weiterfahre nach Inverness, habe ich einen einigermaßen perfiden Plan für den Abschluss der Canterbury-Reihe! Zwar ist Band IV noch nicht geschrieben, aber das ist nur gut so, denn ich will dort am Ende schon einen kleinen Hinweis auf Band V geben.

Ich reise gerne so allein und frei durch Schottland; nette Menschen treffe ich ohnehin immer, vor allem weil ich in Hostels übernachte, wo andere sind wie ich:

  • der Deutsche, der abends von dem gemütlichen Beisammensein unserer Gruppe am Kaminfeuer in Oban plötzlich aufsteht, um den wunderschönen Sonnenuntergang fotografieren zu gehen
  • die Schweizer IT-Spezialistin, die den West Highland Way gelaufen ist, um ihren Kopf frei zu kriegen, und die ich nicht nur in Fort William, sondern weitere zwei Male zufällig wiedertreffe
  • der Glasgower Student, der Museumsdienst tut und mir erklärt, dass die Schotten die Deutschen schon allein deshalb lieben, weil sie die Engländer am schönsten im Fußball besiegen
  • die alte Dame in der Kirche, mit der ich mich über das Gemeindeleben unterhalte
  • der ältere Herr im Charity Shop, der sich freut, als ich mit ihm über schottische Geschichte fachsimple
  • Menschen in Geschäften, Menschen in Museen, Menschen in Hostelküchen und -speiseräumen, Menschen jeder Altersgruppe und verschiedener Nationalitäten
  • und nicht zu vergessen meine alten Freunde in Edinburgh

Natürlich habe ich auf meiner Reise viel zu viele Schauplätze für Geschichten gefunden, nur ein ganz kleiner Teil der Orte und Begegnungen wird in Ellas Story Platz finden können. Aber der Abschluss der Cosy-Krimi-Reihe mit »Canterbury Symphony« ist ja schließlich auch noch längst nicht das Ende meiner schriftstellerischen Tätigkeit!

Edinburgh – Arthur’s Seat

Wir lesen uns wieder!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.