Wo Cornwall am inspirierendsten ist – Reisetipp von Autorin Rebecca Michéle

Blick über St Ives (Copyright: R. Michéle)

Blick über St Ives (Copyright: R. Michéle)

Das zauberhafte ehemalige Fischerdorf St Ives im Westen Cornwalls ist der beliebteste Ferienort in der Grafschaft. Drei Strände (Porthminster Beach, Porthmeor Beach, Porthgwidden Beach) mit kristallklarem Wasser und feinem, weißem Sand laden zum Baden ein, ein kurzes Stück weiter lockt die Carbis Bay mit einem kilometerlangen Sandstrand. Alle Strände sind mehrfach ausgezeichnet worden.

In St Ives findet der Besucher nicht nur Badevergnügen, schmale Gässchen mit jahrhundertealten Cottages und eine Vielzahl von Geschäften vor, sondern auch die sehenswerte Tate Gallery, ein „Ableger“ von der Tate in London. Die Galerie geht auf eine Künstlerkolonie zurück, die 1928 von den Londonern Ben Nicholson und Christopher Wood gegründet wurde und in die auch der lokale Maler Alfred Wallis eingeladen wurde, und bietet eine Vielzahl moderner Kunst. Der Eintritt ist kostenlos.

Die Tate St Ives leitet seit 1980 auch das Barbara Hepworth Museum in St Ives, das frühere Atelier der britischen Bildhauerin, das nach ihrem Tod zusammen mit ihrem Skulpturengarten zum Museum umgestaltet wurde.

Bucht St Ives (Blick über St Ives (Copyright: R. Michéle))

Bucht St Ives (Blick über St Ives (Copyright: R. Michéle))

Nicht versäumen sollte man eine Wanderung an der Küste auf dem South West Path in Richtung Land’s End. Bereits nach wenigen Minuten lässt man den Trubel der Stadt hinter sich, es gibt nur noch den Wanderer, das Meer und die Seevögel. Ein Gefühl der absoluten Ruhe, des Friedens und der Freiheit.

Für geübte Wanderer bietet sich eine Tagestour in das kleine, romantische Dorf Zennor an. Die Strecke beträgt 11 Kilometer (ca. 4–5 Stunden) und bietet spektakuläre Ausblicke und bizarre, schroffe Klippenformationen. Der Weg ist manchmal eben, oft geht es aber auch steil bergauf und bergab. Eine gute Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sollten gegeben sein. Ausreichend zu trinken und Sonnenschutz (Hut, Mütze) mitnehmen, da es keinen Schatten gibt.

Zwischen Zennor und St Ives verkehren in regelmäßigen Abständen Linienbusse (meist zweistöckig mit offenem Oberdeck). Es empfiehlt sich, zuerst mit dem Bus nach Zennor zu fahren und dann auf dem Küstenweg nach St Ives zu wandern. So ist man zeitlich flexibel und unabhängig.

Im Tourist Information Center (The Guildhall, Street-An-Pol) in St Ives finden sich zahlreiche Unterlagen über die Stadt, den Küstenpfad und auch über Rundwanderwege. Ebenso ist dort ein kostenloser Fahrplan aller Linienbusse erhältlich.


Michele_hell-683x1024Rebecca Michéle, geboren 1963 in Süddeutschland, lebt mit Ihrem Mann in der Nähe von Stuttgart. Seit 15 Jahren widmet sie sich ausschließlich dem Schreiben und hat bereits mehrere historische Romane und Krimis veröffentlicht. Mehr unter: www.rebecca-michele.de

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